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Anders wandeln, vorsichtig mit den AdWords und ein ernster Lacher

Digitaler wandel & deutsche risikoaversion

,,,und japanische: in einer McKinsey-Abhandlung, für den Hinweis darauf danke ich dem sehr geschätzten Peter Rubarth, kommt die Frage auf, ob dortige Unternehmensstrukturen sich vielleicht deshalb nicht so richtig fit für den digitalen Wandel machen lassen, weil der typische Wandelagent ein Dinge ändernder, Risiken pushender Machertyp sei - und damit genau niemand, den man sich als japanisches mittleres Management anschliessen möchte. Schliesslich sei man dort, wo man steht in Anerkennung vergangener Taten und weil man so ist, wie die Einen umgebenden es schätzen.

Mein Lieblingshalbsatz ist einer über das zu Vermeidende: “Building a plane as we fly” funktioniere dort nicht und sei das Gegenteil von allem was hilft. Statt einer Vision, nach der dann peu a peu der Wandel umgesetzt wird, helfe in einem typischen japanischen Unternehmen eher der detailierte Plan, wie alles sein soll, wenn es verändert ist. Nimmt man diesen und überzeugt Blockierer behutsam eines besseren, statt nur Befürworter optimistisch vorpreschen zu lassen, sähen die Erfolgsaussichten für den Wandel schon ganz anders aus.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Vielleicht kann ja der digitale Wandel in Deutschland lernen vom digitalen Wandel in Japan. Mir fiele da die eine oder andere Parallele auf...

 

machen adwords süchtig?

Dieser 'Tweetstorm' hier - also ein längerer, impulsiver Gedankengang, geschoben in so viele Twitter-Nachrichten, wie es eben braucht - ist nicht wirklich von dieser Woche. Schon Anfang Mai lang-twitterte Andrew Chen von Andreesen Horowitz über das Problem, das Unternehmer sich zu lange und zu intensiv auf bezahlte Suche á la AdWords verliessen und dann darüber stolpern, dass sie die per Wachstum tendenziell sinkende Trafficqualität erzielen (weniger echte Produktliebhaber, mehr Gelegenheitskäufer oder Schnäppchenjäger, fieseres Konkurrenzumfeld weil Mitbewerber die erfolgreichen Kampagnen nachbauen...) und sich somit in ihrer Zukunftsplanung verrechnen. 

Neu ist jetzt, dass sie ganze vor acht Wochen schon recht heftige Debatte nun auf LinkedIn weiter geht, und bis hin zu einem "Wachstum ist das neue Crack" (in den Kommentaren) das Kind mit dem Bade auscheschüttet wird.

Grundsätzlich finde ich, dass man sich zu jeder Zeit einen Begriff machen sollte von den Einnahmen, die man auf einem Kanal generiert, außerdem ständig per kontinuierlicher Verbesserung der eigenen Site den Nutzen pro User steigern - hier können auch Wettbewerber nicht mehr gar so automatisch hinterher. Gelingt das, muss man auch keinen Marketingkanal so kategorisch ausschliessen wie dort gefordert.

 

komplexität und schenkelklopfer in einem

Der un-fachliche Wochenausklang gilt der Daily Show

Trevor Noah antwortet auf die Beschwerde des französischen Botschafters in den USA über den Glückwunsch des Showmasters an Afrika zum französischen Weltmeistertitel.

Ich habe selten gesehen, wie jemand so schreiend komisch Stellung bezogen hat, während er maximal ernste Identitäts- und Integrationsuntertöne ebenso detailiert wie unterhaltungsshowkompatibel herausarbeitet.